Sebastian Ritschel’s Streetcar Receives Glowing Reviews

Sebastian Ritschel’s production of A Streetcar Named Desire, currently running at the main theatre of the Ländesbühnen Sachsen until 19 November, has garnered many positive reviews from critics:

Am Ende großer Jubel begeisterter Zuschauer. (…) Regisseur und Ausstatter Sebastian Ritschel lässt Wohnküche, Bad und Schlafzimmer immer und immer wieder um sich selbst rotieren. Hier hat Ritschel im oberen Teil der Drehbühne eine gazeverhangene, bunt beleuchtete Sehnsuchtslandschaft eingerichtet, deren farbige Lichter auch durch Boden und Wände der realen Wohnenge scheinen. Schon allein diese sprechende Bühnenbildlösung macht den Theaterabend in Radebeul zum Erlebnis. (…) Gekrönt wird der Abend durch die genau geführten, durchweg überzeugend spielenden Protagonisten, die bis ins Detail und mit jeder Faser glaubwürdig ihre merkwürdigen Figuren auf dieser Endstation darstellen. (…) Wer nach Radebeul fährt, sollte wissen, dass ihn keine leichte Kost erwartet. Aber ein fesselndes wie anregendes, sehens- und hörenswertes Theatererlebnis. Möge das Publikum so viel Mut haben wie die Macher. — J. D. Schubert, Sächsische Zeitung

Dreifacher Glückwunsch an das Ensemble des Musiktheaters der Landesbühnen Sachsen. Einmal für die Entscheidung, dieses hierzulande nicht gerade sehr bekannte Werk, aufzuführen. (…) Und letztlich verdankt sich dieser auch vom Publikum mit großer Begeisterung angenommene Abend der Leistung des Regisseurs Sebastian Ritschel, der zugleich für die Ausstattung verantwortlich ist. (…) Ritschel unternimmt keine üblichen Aktualisierungen, er kann darauf vertrauen, dass kraft der Genauigkeit sensibler Personenführung das Bühnengeschehen die Assoziationsfähigkeit der Zuschauer anregt, was offensichtlich auch gelingt. Seinen Menschen an dieser Endstation nähert er sich in spürbarer Sympathie, das führt auch dazu, dass er die jeweiligen, individuellen Stärken der Protagonisten achtet und genau daraus ihre Aktionen im Spiel entwickelt. Sebastian Ritschel wird mit Beginn der nächsten Spielzeit die Stelle des Operndirektors an den Landesbühnen übernehmen. Glückwunsch! — Boris Michael Gruhl, www.nmz.de

Sebastian Ritschel hat diesen Seelenkrimi in eine Inszenierung gepackt, die Verwirrung und Düsternis des Milieus gut einfängt. Er überfrachtet nichts, lässt Dialogszenen oft pur, rein psychologisch wirken, schöpft auf der anderen Seite aber alle Mittel der kleinen Bühne aus und überspielt Längen gekonnt mit bildlichen Raffinessen. (…) Bis zum letzten Ton nimmt einen diese tragische Story gefangen – um es mit den Worten von Blanche zu auszudrücken: „Wer möchte die Realität? Ich möchte den Zauber!“ – Das Publikum ist verzaubert und im jubelnden Schlussapplaus einig: Diese Oper ist eine gelungene Entdeckung. — Nicole Czerwinka, Dresdner Neueste Nachrichten

Further performances on 16 and 20 October, and on 4, 19 November. For more information on the production click here.